Friday, July 20, 2012
Madame Zingaras neuester Streich...
Freitag, der 13. und Regen, Wind und Wetter. Da braucht es schon ein bisschen Zauberkraft um Leute aus dem Haus zu locken. Aber damit kennt sich die Madame ja aus...
'Madame Zingara' (www.madamezingara.com), so nennt sich eine Gruppe von Unternehmen in Johannesburg und Kapstadt, die es sich zum Ziel gesetzt hat mit Magie den Gastronomiebetrieb auf den Kopf zu stellen. Und ihr Konzept scheint aufzugehen: Kapstädter lieben das eigentümliche und oft schrullige Design eines Boheme-Treffpunkts namens 'The Bombay Bicycle Club' oder eines Familienrestaurants 'Café Paradiso'. Auch die Lässigkeit des 'Sidewalk Café's oder des städtischen 'Café Mozart's und die old-school Bar 'Don Pedro's' sind längst keine insider mehr. Das Patent für kreative Eventideen wird gerne durch die Eventfirma 'Nine Lives Entertainment' weitergegeben, inklusive Rabatt vom hauseigenen Waschsalon 'The White Rabbit'. Und Party Accessoires gibt’s von Zingara's 'This is not a post office'.
Auch in diesem wettertechnisch unbeliebtesten von allen Monaten in Kapstadt hat sich die clevere Madame etwas Besonderes einfallen lassen: 'Chefs on stage' ist der neueste Versuch, die Menschen von Kapstadt in ihren kulinarischen Bann zu ziehen. Sechs Wochen lang hatten sechs hauseigene Köche Zeit, mit eigens kreierten Rezepten ihre Kochkünste unter Beweis zu stellen und um den Titel des beliebtesten Wintermenüs wettzueifern.
Ort des Geschehens von allerhand Gaumenfreuden war das Sidewalk Cafè in Vredehoek. Gemütlichkeit ist hier oberstes Gebot: liebevolle Details und viele kreative Dekorationsideen erwarten die Gäste und verleiten einen Blick hinter den Zaubervorhang zu erhaschen. Der Kronleuchter ist aus umgekehrten Blümchentassen gemacht, die Herzchen an den Wänden sind handbemalt und die schwarz-weiß Fotographien bärtiger Bauern und ernster Hochzeitspaare erscheinen authentisch alt. Getreideähren hängen über der Bar und die Plastikfrüchte sind so üppig verteilt, dass sie schon fast wieder kultig wirken. Auf der Fensterbank steht ein Hamsterrad mit einem schweren Stein statt eines Tierchen darin. Ist das eine symbolische Ermahnung die Lasten abzulegen, die Zeit anzuhalten und auszutreten aus dem Hamsterrad des modernen Lebens? Solch tiefe Gedanken bleiben nicht unbeantwortet im Sidewalk Cafè und da kommt auch schon der Begrüßungssherry zur allgemeinen Erheiterung.
Getreu ihrem Motto: Making Magic Happen, bin ich nun bereit, die Madame auch mal für meine Geschmacksnerven zaubern zu lassen...
Heute darf Head Chef Warren sein Gespür für die perfekte Zusammenstellung von Speisen unter Beweis stellen. Mit einem verschmitztem Siegerlächeln auf den Lippen und faltenfreiem Kittel samt Mütze, steht er in der Caféküche schon bereit, uns Gaumen und Leben zu versüßen. Warren's Können wurde von seinem kulturellem Hintergrund und seinen eigenen kulinarische Einflüssen geprägt und reichen bis zu Experimenten mit Mehl und Eiern unter Mamas Küchentisch zurück. Vom Küchenjungen in New York hat er sich bis zum Träger eines Cordon Bleu Grande Diplomas der illustren Silwood School of Cookery hochgearbeitet und ist nun schon im zweiten Jahr fester Bestandteil der Madame Zingara-Familie.
Zu einem perfekt gekühltem Chardonnay, startet Warrens eigens für diesen Kochwettbewerb zusammengestellte Menü in ungewöhnlicher Kombination: Maracuja-Erbsen-Suppe mit Butternuskürbis-Polenta-Croutons. Die saure Note der Südfrucht harmoniert gut mit der sämigen Flüssigkeit. Experiment aufregend-anders gelungen! Die Lauch-Ziegekäse-Pancetta-Tarte mit Pfeffer-Trüffel-Fondant ist schneller aufgegessen als der Name ausgesprochen. Der norwegische Lachs in Fenchel mit seinen kuriosen Kreuzungen ist ein wahres Geschmackserlebnis: nach Ingwer schmeckende Kartoffeln und Spargeln sind schon sehr künstlerisch, aber das Vanille-Blumenkohlpurree mit Limetten-Vinaigrette und Lakritze ist pure Geschmacksakrobatik! Warrens überraschend-gute kulinarische Zauberkünste scheinen zu wirken!
Nach einem erfrischendem Maracuja-Zitroneneis um die Sinne zu klären, folgt ein echtes super-food: Quinoa gehört zu den Speisen, die wegen ihrem Eiweiß- und Mineraliengehalt von Vegetariern weltweit geliebt wird und als Basilikum-Oliven-Risotto mit Paprikacreme und geräucherten Mozzarellaraspeln serviert, wird es hier salonfähig gemacht.
Das Beste hat sich Warren nach eigener Aussage für den Schluss aufbewahrt: Kudufillet im Speckmantel, Pilze im Blätterteig, dazu gebratene Rote Beete mit Thymian, garniert mit Pastinakpuree und Steinpilzschaum in Rotweinsoße.
'Maag vol, oe klein' (Bauch voll, Augen klein), sagt ein afrikaanisches Sprichwort, aber meine Augen werden ganz groß als ich Warrens Dessertkreation vor meinem Bauch entdecke: Bananensplit, serviert als petit four, was aufgespalten soviel heißt wie Mini-Bananen-Strudel, Himbeer-Makrone, Erdnußkrokant, Vanillekaramel, Kirschsorbet in Buttertoffeesoße...Warren: 10 points und die Herzen aller Naschkatzen!!
Nun wird nicht mehr soviel geredet an meinem Tisch, der Zauber wirkt und wir nicken uns zum Abschied nur freundlich zu. Langsam und zufrieden brechen auch die anderen Leute im Sidewalk Café nach draußen auf und lassen sich, wie ich, die Sonne auf ihren nach Strich und Faden verwöhnten Bäuche scheinen.
Autor: Anna Sacco
Tuesday, July 10, 2012
Roadtrip to Durban
1.655 Kilometer,
über 20 Stunden, ein quietschroter Bakkie.
Auf geht´s
Vier deutsche
Freiwillige wagen sich übermütig auf diesen Trip: In zehn Tagen bis nach Durban
und wieder zurück. „Du spinnst“ sagte meine Mutter am Telefon als ich ihr davon
erzählte. Was soll’s, man ist nur einmal jung! Nur das Nötigste wird in den
Rucksack gepackt, eine löchrige Matratze in den Bakkie gelegt und viele Decken
und Kissen dürfen der Gemütlichkeit halber nicht fehlen. Genauso wie unser
liebevoll genannter „Fresskorb“, der bei jeder Hungerattacke Schokokekse und
Nudeln mit Tomatensoße bereithält. Für unseren Roadtrip bot sich die N2 entlang
der Garden Route super an.
Vorbei an den wunderschönen
Vorbei an den wunderschönen
| Das Western Cape mit seinen Overbergen |
Overbergen, die umgeben
von neuem frischen Grün sind, vorbei an Knysna, die Stadt die bekannt für ihre köstlichen Austern ist, eine kurze
Pinkelpause irgendwo am Straßenrand und ein weiterer
Stopp in Plettenberg Bay um das Deutschlandspiel
gegen Griechenland nicht zu verpassen. Juhuu,
Deutschland hat gewonnen! Noch schnell wird auf den
Sieg angestoßen aber dann geht´s auch schon
weiter, vorbei an der Bloukrans Bridge mit der höchsten
Bungee Jump Anlange der Welt bis nach East London,
wo wir die letzten Stunden vor Sonnenaufgang
schlafend im Auto verbrachten.
Es war überraschend warm, Temperaturen, die
wir aus Kapstadt seit dem Herbstbeginn nicht
mehr gewohnt waren. Übermüdet aber gut
gelaunt entschlossen wir uns daher am Strand der
Sunshine Coast zu frühstücken und die warmen Sonnenstrahlen zu genießen.
| Was für´s Auge |
Unseren nächsten Zwischenstopp
planten wir in Coffee Bay. Wir ließen die Sunshine Coast ruckzuck hinter uns
und fuhren durch die unglaublich weite Landschaft der Transkei, die bestückt
ist mit kleinen bunten Steinhäuschen, welche der traditionell gesinnten und fast
ausschliesslich schwarzen Bevölkerung ein Zuhause bieten. Gelegentlich
versperrten uns Kühe, Esel oder träge Schafe den Weg auf der Schotterpiste aber
dennoch erreichten wir am späten Nachmittag unser Ziel an der Wild Coast.
Voller Enthusiasmus erklommen wir direkt nach unserer Ankunft einen kleinen
Berg um die wunderbare Sicht auf das bekannte „Hole in the Wall“ zu genießen.
Wow!
| Coffee Bay: Ein Muss für Naturfanatiker |
Horrortrip im
Minibustaxi
Der Sani Pass an
der Grenze zwischen Südafrika und Lesotho stand noch auf unsere
Sightseeing-Liste. Daher ging es zunächst nach Underberg am Fuße der
Drakensberge. Einheimische und Touristen schüttelten nur vehement mit dem Kopf
als wir uns erkundigten, ob wir nicht mit unserem roten Flitzer den Pass
hochfahren könnten. Wir entschlossen uns dann doch für das 4x4 Minibus-Taxi,
wobei wir leider noch nicht ahnten, was auf uns zukommen wird...Total überfüllt
und überladen saßen wir nun in dem Minibus, angekuschelt an wildfremde Menschen
und keine Möglichkeit sich nur einen Zentimeter zu bewegen. Bei den Passagieren
handelte es sich größten Teils um Basotho, die zum Einkaufen wichtiger
Lebensmittel nach Underberg kamen und nun wieder auf der Heimfahrt nach
Mokhotlong/Lesotho waren, plus WIR - vier ahnungslose Deutsche.
„Naja, muss man
mal erlebt haben“, sagte ich mir. Dennoch fragte ich mich immerzu, wie dieser
angeblich taugliche Van da bloß hochkommen soll, wenn er doch schon bei
leichter Steigung ins Stocken gerät? „Das ist ein Abenteueeeer!“, versuchte ich
mir einzureden, jedoch wuchs meine Angst mit jeden Höhenmeter und irgendwann
war mir gar nicht mehr nach Abenteuer zumute und ich schloss einfach die Augen.
Vielleicht sprach ich auch noch ein kurzes Gebet, ich weiß es nicht mehr so
genau.
Schon bald war
die Umgebung um uns herum nicht mehr grün und ausgetrocknet sondern vereist und
mit Schnee bedeckt. Da haben wir den Salat, kurz bevor wir die Spitze
erreichten, geriet das Minibustaxi in einer vereisten Kurve so ins Rutschen, dass
kein Bremsen mehr half. Ich sah den Abgrund immer näher kommen. Nicht zu
vergessen, wir befanden uns auf knapp 2800 Metern Höhe! Panik brach aus, die
Insassen fingen an zu schreien. Spätestens jetzt fing ich an zu beten – danke,
ich wurde erhört! In letzter Sekunde hielt das Fahrzeug an und alle nahmen ihre
Beine in die Hände um die letzten Meter zu Fuß zu bezwingen. Anstrengend war´s,
das könnt ihr mir glauben aber dafür sicher!
| Es lohnt sich: Die Aussicht vom Sani Top |
Eine
kulturelle Erfahrung fernab der Zivilisation
Man kann sich
kaum vorstellen, was für eine Schweinekälte auf dem Sani Top herrschte aber die
malerische Aussicht genügte als Entschuldigung. Nachdem wir uns unseren Stempel
an der Grenze holten, statteten wir dem Highest Pub in Africa einen Besuch ab
um uns mit einer heißen Schokolade am Feuer aufzuwärmen. Ansonsten gab es auf
dem Sani Pass nur noch ein kleines Dorf mit geschätzten 50 Einwohnern, die in
niedlichen Steinhäusern mit Strohdächern leben. Drumherum befand sich nur
schneebedeckte Landschaft, Wildnis und weit und breit keine Zivilisation.
Ein
faszinierender Anblick!
Aufgrund der
schlechten Straßenqualität fuhr an jenem Tag leider kein Minibus mehr zurück
oder weiter nach Mokhotlong. Wir saßen fest! Aber das Schicksal meinte es gut
mit uns und wir kamen mit einem Einheimischen ins Gespräch, der uns prompt eine
Schlafgelegenheit in seinem Dorf anbot. Diese Gelegenheit nutzten wir natürlich und traten ein in die Welt der
Basotho. Das ganze Dorf empfing uns unglaublich warmherzig und stellte uns eins
ihrer winzigen Steinhäuschen zur Verfügung. Sie brachten uns Matratzen, viele
Decken und entzündeten ein Feuer, damit uns die Zehen bloß nicht abfrieren. Bis
spät in den Abend saßen wir noch mit den Dorfbewohnern zusammen und
unterhielten uns über Traditionen, Kulturen und die Lebensbedingungen auf dem
Sani Pass.
Bewunderung für
diese Menschen stieg in mir auf. Sie leben dort, wo Touristen nur einen kurzen
Stopp einlegen um Fotos zu schießen. Sie leben ohne jeglichem Komfort. Ohne Strom
und fließend Wasser. Tagtäglich muss Wasser aus dem nahe gelegenem Fluss geholt
werden. Tagtäglich muss mühsam Feuer gemacht werden. Sie leben wie eine große
Familie miteinander und teilen ihr Hab und Gut untereinander. Sie nahmen uns
wie Familienmitglieder auf und kümmerten sich rührend um uns.
| Das Dorf der Basotho auf dem Sani Pass |
Es war eine wunderbare, beeindruckende Erfahrung in die Welt der Basotho eintauchen zu dürfen.
Der Abschied fiel schwer, jedoch werde ich dieses Erlebnis noch lange in
Erinnerung behalten. Es zählt definitiv zu meinem persönlichen Highlight dieser
Reise.
Multikulti-Metropole
Durban
Nun endlich näherten
wir uns unserem eigentliches Ziel der Reise: Durban.
Schneller als
erlaubt düsten wir wärmeren Temeraturen entgegen. Durban hieß uns mit über 20°C
Willkommen. Der Temperaturunterschied war überwältigend, dabei liegen Durban
und der Sani Pass nur drei Autostunden auseinander.
Wir packten also
unsere T-Shirts aus und begaben uns auf eigene Faust auf eine kleine
Stadtbesichtigung. Wir statteten dem Botanischen Garten einen Besuch ab, ließen
uns von Muslimen in die größte Moschee der Südhalbkugel einladen, die täglich
bis zu 7000 Gläubigen Raum zum Beten bietet. Danach bummelten wir durch das
bunte indische Viertel, wo es des landestypische Gewürze, geräucherte
Tierskelette und Videokassetten von 1983 zu kaufen gibt.
| Die Skyline Durbans |
Gestresst von so viel Trubel und
erschlagen
von den unterschiedlichen Facetten Durbans, war am
nächsten Tag relaxen angesagt. Wir hatten ein wundervolles Frühstück am Strand mit einer Bilderbuch-Skyline im Rücken.
Dennoch wollten wir uns Durban
noch von oben anschauen und fuhren am Moses
Mabhida Stadion mit der Seilbahn auf eine 104 Meter hochgelegene Aussichtsplattform und ergatterten eine wunderbare Sicht auf den
indischen Ozean und die Stadt.
Kurzer
Abstecher bei dem International Arts Festival
Und so schnell
war die Zeit auch schon um. Wir mussten uns Stück für Stück zurück auf den Weg
in die Mother City begeben, jedoch konnten wir es nicht lassen ein letztes Mal
am Strand zu frühstücken und so landeten wir in Port Shepstone an der Sunshine
Coast und ließen es uns gut gehen. Mit neuer Energie geladen hieß unser
letzter, spontaner Stopp - Grahamstown.
Eine ruhige,
niedliche Studentenstadt im Eastern Cape, die einmal im Jahr wegen dem größten International Arts Festival Afrikas, in den Schlagzeilen gerät.
„Perfect Timing“, dachten wir uns und so machten wir die kleine Stadt unsicher
und ließen uns von dem vielfältigen Programm des Festivals überraschen.
Wir schlenderten
über den Markt, wo es jegliches Gedöns zu kaufen gab, sahen uns einige Theater-
und Tanzvorstellungen an und auch für ein Jazzkonzert und Kunstausstellungen
konnten wir uns begeistern. Abends erkundeten wir das unterhaltsame Nachtleben
der Studentenstadt und nach einer kurzen Nachtruhe machten wir uns in Richtung
Kapstadt auf.
Die letzten
Meter ohne Schokokekse
Und wieder
passierten wir Port Elizabeth, auch bekannt als „The windy City“, das Surferparadies
Jeffrey´s Bay, die Lagunenstadt Wilderness und, und, und. Doch dieses Mal waren
die Schokokekse bereits alle aufgefuttert und Nudeln mit Tomatensoße konnte ich
nicht mehr sehen, geschweige denn essen. Die Nerven waren am Ende, abwechselnd
wurde in die Runde „Wann sind wir endlich da?“ gerufen und für kurze
Pinkelpausen am Straßenrand hatte auch kaum einer mehr Geduld. Aber was soll
man machen, wenn einem nun mal die Blase drückt? Wie dem auch sei, erschöpft
aber mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck kamen wir doch noch
wohlbehalten von unserem Marathontrip Zuhause in Kapstadt an.
Autor: Natalie
Nonnengiesser
Tuesday, July 3, 2012
Friday, June 29, 2012
Neu: Ab November 2012 zwei wöchentliche Flüge nach Südafrika mit Condor
Der deutsche
Ferienflieger Condor erweitert mit Kapstadt in Südafrika sein Programm im Winter 2012/13 um ein weiteres Traumziel. Die Nonstop-Flüge von
Frankfurt am Main werden ab 3. November jeweils dienstags und samstags
angeboten, Rückflüge finden jeweils mittwochs und sonntags statt. Die Flüge
sind ab sofort buchbar und werden mit einer Boeing 767-300 durchgeführt.
Südafrika zählt
landschaftlich zu den schönsten und beeindruckendsten Ländern der Erde.
Kapstadt liegt am Fuße des Tafelbergs, der das Wahrzeichen der Stadt ist. Mit
einer Seilbahn gelangt man bequem auf das über 1.000 Meter hohe Massiv, das
einen atemberaubenden Blick über die Stadt und den Atlantik bereithält. Jedes
Stadtviertel Kapstadts hat einen einzigartigen Charme - wie das Malay Quarter
mit den pastellfarbenen Häuschen, die Waterfront mit ihrem mondänen Yachthafen,
den Pubs und Restaurants oder der District Six, der noch immer an die Zeit der
Apartheid erinnert. Entlang der Atlantikküste finden sich zudem weite
Sandstrände zum Baden, Surfen oder für Strandausritte, der Chapman's Peak
Drive, der ein einmaliges Küstenpanorama eröffnet, und natürlich das
sagenumwobene Kap der Guten Hoffnung. Auch die Vielfalt des Tier- und
Pflanzenreichs zieht viele Besucher Südafrikas in ihren Bann.
"Als
Deutschlands beliebtester Ferienflieger ist es unser Anspruch, dass jeder
Urlauber auf seine Kosten kommt. Südafrika ist als Urlaubsziel überaus beliebt
und gehört damit in den Condor Flugplan", erklärt Achim Lameyer, Direktor
Einzelplatzverkauf bei Condor.
Condor Gäste
können bereits zu einem Oneway-Komplettpreis ab 377,99 Euro in der Economy
Class, ab 577,99 Euro in der Premium Economy und ab 1487,99 Euro in der Comfort
Class nach Kapstadt fliegen. Die Flüge können ab sofort in allen Reisebüros,
online unter www.condor.com oder
telefonisch unter 01805/767757 (0,14 Euro/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk
max. 0,42 Euro/Min.) gebucht werden.
Autor Johannes Winter/ Leiter
Kommunikation Condor
Friday, June 22, 2012
MOSLEMS UND JUDEN AM KAP DER GUTEN HOFFNUNG
Wieder und wieder, wahrscheinlich noch für sehr
lange Zeit wird über den Konflikt im Nahen Osten berichtet werden.
Wie wäre es mit einem Blick in eine recht weit
davon entfernte Weltgegend, wo es zwischen den beiden kulturellen Gruppen
friedlich zugeht? Im folgenden Bericht sollen andere Religionsgemeinschaften -
meist christlichen Ursprungs - , von denen es im modernen Südafrika noch
hundert wenn nicht tausend andere gibt, ausser acht gelassen werden.
Im Kapstadt zu Beginn des 21. Jahrhunderts leben
ca. 300000 Sunni-Moslems, denen ca. 17000 Einheimische jüdischen Glaubens
gegenüberstehen. Es gibt hunderte Moscheen in der Stadt, die sich auf einige
Stadtviertel konzentrieren und einige Synagogen, davon die älteste des ganzen
Landes.
Auch die älteste Moschee Südafrikas steht in der
Stadt am Tafelberg und befindet sich in einem historischen, im Alltagsgebrauch
Malaien-Viertel genannten Teil des Stadtzentrums (Bo-Kaap). Diese Moschee wurde
kurz nach 1795 - dem Jahr des Bankrotts der holländisch-ostindischen
Handelsgesellschaft, die bis dahin die Kapkolonie kontrollierte – offiziell
eingeweiht, mindestens sechzig Jahre vor der ersten Synagoge.
Die Gründer dieser Moscheen waren befreite Sklaven
bzw. Nachfahren von Sklaven oder nach Kapstadt Verbannten mit kriminellem
Hintergrund oder politischen Gefangenen. Die meisten wurden aus holländischen
Besitzungen in Ostasien, der eine oder andere aus Afrika - Mozambique,
Madagaskar - eingeschleppt.
Häufig begegnet man erwachsenen Frauen mit
Kopftuch, am Arbeitsplatz, im Kaufhaus, Supermarkt, in einer Bankfiliale oder
bei Behörden. Auch vollständig in Burkas gehüllte Frauen sind im Alltagsleben
wahrnehmbar. Bei den Männern sind Sutanen nicht gänzlich unüblich, vor allem,
wenn sie zum Freitagsgebet gehen und z.B. vorher ihre Geschäfte für die
Mittagsstunde an diesem Wochentag schliessen. Der eine oder andere schmückt
sich mit sehr langem Bart. Aus den Lautsprechern der Minarette ertönt aus
Lautsprechern der Ruf zum Gebet.
Im Kapland stellen auch die Feiertage eine
Besonderheit dar. An islamischen Feiertagen kommen Gläubige dieser
Religionsgruppe nicht zur Arbeit, gleiches gilt dementsprechend für ihre
jüdischen Mitbürger.
Tausende Moslems versammeln sich am Ende des
Fastenmonats Ramadan abends auf der Strandpromenade in Seapoint, um die ersten
Anzeichen des Neumonds ausgiebig zu feiern. Dieses allseits populäre
Ausflugsziel liegt ausgerechnet in jenem europäisch geprägten, dichtbesiedelten
Stadtteil, wo sich ein beachtlicher Teil der Immobilien in jüdischer Hand
befindet.
Die Ursprünge des jüdischen Bevölkerungsanteils am
Kap der Guten Hoffnung gehen auf andere geschicht-liche Umstände zurück. Eine
regelrechte Einwanderungswelle setze gegen Ende des 19. Jh. aus osteuropäischen
Ländern ein. Infolge von Judenpogromen vor allem in Litauen und unter dem Zaren
suchten viele osteuropäische Juden Zuflucht in einem Land, das zum britischen
Empire unter Königin Viktoria gehörte, und mit dem Goldrausch in Johannesburg
zeitgleich gute Perspektiven zu bieten schien.
Hier hielten Nachkommen europäischer Einwanderer
schon zweihundert Jahre lang das Heft in der Hand und es hatte bereits einige
Zuwanderer jüdischen Glaubens gegeben. Hauptsächlich nach Kapstadt und ins
Hinterland, nachdem Grossbritannien 1806 die holländische Kapkolonie annektiert
hatte und deutsche und englische Juden dort eintrafen.
Kapitalstarke Randbarone in Transvaal,
Straussenbarone in Oudtshoorn, Barney Barnato, Ernest Oppenheimer und
zahlreiche andere haben den industriellen Aufstieg Südafrikas stark geprägt.
Unter den Gründern der kommunistischen Partei Südafrikas (SACP) waren
zahlreiche jüdische Intellektuelle.
Manche kamen nach Hitlers Machtergreifung und deren
Folgen, aber schon 1936 wurde dieser Einwanderungsbewegung durch die Regierung
in Pretoria massiv Einhalt geboten.
Manchmal werden Meinungsverschiedenheiten zwischen
beiden Gruppierungen lautstark aber immerhin gewaltfrei ausgetragen.
Beispielsweise wenn sich radikalislamische Selbstmordattentäter in westlichen
Ländern in die Luft sprengen oder wenn Israels Armee zu drakonischen Massnahmen
im Gazastreifen oder in den besetzten Gebieten greift.
Wenn ein international geachteter Jurist wie
Richard Goldstone, der in der Apartheidszeit als liberaler Richter die Rassentrennungsgesetze
unterminierte und später von Nelson Mandela an das Verfassungsgericht der
neuen, demokratischen Republik berufen wurde, ein offizielles Dossier über die
Lebensbedingungen im Westjordenland verfasst, schlägt ihm viel Hass entgegen. Er
wurde als Chefankläger an das UN Tribunal zur Aufklärung von Kriegsverbrechen
im ehemaligen Jugoslawien und nach dem Völkermord in Ruanda berufen und...er
ist Jude.
Böses Blut floss in Kapstadt vor allem in der
Apartheidszeit. In den siebziger Jahren wurde der sog. District Six (6.
Stadtbezirk) von den Apartheidsbehörden nach und nach plattgewalzt. 65000
farbige oder dunkelhäutige Einwohner verloren durch politisch und rassistisch
motivierte Repression ihre Heimat. Interessanterweise gehörten viele der Immobilien
jüdischen Bürgern europäischer Herkunft, denen jedoch das Schicksal ihrer
nicht-weissen Mitbürger im Grossen und Ganzen gleichgültig blieb.
Umso erstaunlicher die Äusserung des moslemischen
Eigentümers eines alteingessessenen Lederwarengeschäfts ganz in der Nähe der
populären Long Street, dessen Urahn zu den allerersten zwangsweisen Exilanten
aus Ostasien im frühen 18. Jahrhundert zählte. Er meint, nachdem er starken
Groll über die Yankees in den USA vorgebracht hat: ich kaufe meine Lederhäute beim
Juden ein, kein Problem.
Vor ein paar Jahren kam es zu folgendem
Zwischenfall. In einer auflagenstarken Tageszeitung wurde ein Foto mit dem
Autokennzeichen NAZI WP abgebildet. Die Leserbriefe überschlugen sich. Die Fans
mit islamischer Perspektive argumentierten, NAZI sei ein Spitzname, mithin nur
eine harmlose Abwandlung des Vornamens NAZEEMA. Die Gegenseite brachte den
Holocaust ins Spiel.
Da es sich um ein persönliches Wunschkennzeichen
handelte, stand die Buchstabenkombination WP vor-schriftsmässig für Western
Province, also die föderale Provinz Westkap, wohingegen der Begriff NAZI
zweifellos persönlicher Vorliebe entsprang. Eine antisemitische Verschwörung?
Schliesslich trafen der oberste Moslemrat, der
Vorstand der Jüdischen Gemeinschaft sowie die Kfz.-Zulas-sungsbehörde der
Stadtverwaltung zu Beratungen zusammen. Es wurde einvernehmlich beschlossen,
dieses Autokennzeichen einer Muslima aus dem Verkehr zu ziehen.
Im Vorlauf zur Fussballweltmeisterschaft 2010 gab
es knisternde politische Konstellationen. Bis 2009 war der Ministerpräsident
der Westkapprovinz ein Politiker namens Ibrahim Rasool, Mitglied des ANC,
Mandelas Befreiungsbewegung. Wenn man seine Fotos betrachtete, wurde klar, dass
seine Vorfahren irgendwann ,wahrscheinlich unfreiwillig, aus Ostasien
eingewandert waren.
Gleichzeitig war damals als Oberbürgermeisterin der
Millionenstadt Kapstadt Helen Zille im Amt, eine Großnichte des Berliner
Milieumalers Heinrich Zille. Ihre Eltern waren unabhängig voneinander in den
30er Jahren aus Nazi-Deutschland nach Johannesburg ausgewandert, um der
Judenverfolgung zu entkommen.
Heutzutage ist als Oberstadtdirektor von Kapstadt
nach wie vor Achmat Ebrahim in Amt und Würden, während Zille selbst als
Ministerpräsidentin die Provinz regiert. Hakuna matata, funktioniert prächtig!
horst4africa@gmail.com
Wednesday, June 20, 2012
Garden Route Game Lodge NEWS!
Cheetah Jungtiere im Garden
Route Game Lodge Private Reserve
Am 30.März 2012 gebar das Cheetah-Weibchen
Inyanga in ihrem ersten Wurf vier Jungtiere. Nach fünfjähriger Wartezeit gab es
nun endlich Grund zum Feiern. In 2007
wurde Inyanga ins Garden Route Game Lodge Private Reserve eingegliedert.
Anfangs hat Inyanga ihre Jungen schützen wollen
indem sie sie versteckt hat und alle fünf Tage zu einem neuen Ort brachte,
weswegen man sie leider nur selten beobachten konnte. Nun sind die Jungen schon
über zwei Monate alt und man sieht, wie sie sich im Game Reserve bewegen und
ihre Mutter für sie jagen geht und die Beute mit ihren Jungen teilt. Die
Cheetah-Jungen werden noch gestillt, entwickeln aber in zirka fünf Wochen ein
eigenes Interesse für Fleisch.
Besucher des Garden Route Game Reserves dürfen
sich auch auf Inyanga und ihre Jungen freuen, die mittlerweile die Nummer Eins
Attraktion im Game Reserve sind und für Unterhaltungswert während der Safrai
sorgen. Die Tatsache, dass das Cheetha-Weibchen ein Kragen angelegt bekommen
hat, um ihre Spur zu verfolgen, geschah zum Vorteil der Besucher und der
Aufseher, die die Cheetha-Familie dadurch fast täglich spielend beobachten
können.Garden Route Game Lodge im TV zu sehen
Aufgrund der Geburt von Cheetah Jungtieren
bekam die Garden Route Game Lodege Besuch von der Moderatorin Tanya Nefdt und
dem Kameramann Zaid Abraham von e TV News, die eifrig Videomaterial von der
Cheetha-Mutter und ihren Jungtieren sammelten.
Nachdem die Beiden der Cheetah-Familie einige
Stunden lang gefolgt sind, kam ein wundervolles Video zustande, das auf e TV
o´clock News, e TV Nuus on Kyknet sowie aufE News Channel gezeigt wurde.
Autor: Natalie Nonnengiesser
Monday, June 18, 2012
GOLD - SILBER - BRONZE
GOLD - SILBER - BRONZE - wir räumen ab!
Wein ist, wie auch andere sensorisch wahrgenommene Produkte, den
subjektiven Empfindungen des Konsumenten unterworfen. Trotzdem erfreuen sich
Weinwettbewerbe und die Bewertung der Weine durch Juroren großer Beliebtheit.
Weinwettkämpfe
gab es bereits im Mittelalter. In dem Gedicht „La bataille des vins“ von Henri
d´Andeli aus dem 13. Jahrhundert ließ König Philippe-Auguste 70 Weißweine
verkosten, um danach den Sieger zu küren. 700 Jahre später wurden beim Decanter
World Wine Award – dem wichtigsten Weinwettbewerb der Welt – mehr als 10000
Weine eingereicht, blind verkostet und bewertet (von den mitunter besten Nasen
der Weinwelt). Zu unserer großen Freude haben auch einige unserer Weine
fulminant abgeschnitten. An erster Stelle muss dabei natürlich der Provenance
Shiraz von Saronsberg stehen, der sich Gold schnappte und dabei in illustrer
und wesentlich kostspieligerer Gesellschaft war.
Die Begründung steht noch aus, also erledigen wir das schnell selbst. Saronsberg
ist erst ein paar Jahre jung, aber doch in der kurzen Zeit mit zum besten
Weingut von Tulbagh aufgestiegen und liegt am Fuße des Berges, der ihm seinen
Namen gibt. Karges, wildes Gelände geht dort langsam in die Ebene über, Böden
und Klimabedingungen wurden von der ersten Sekunde weg akribisch und bis ins
letzte Detail analysiert, die Rebsorten nach exakten Kriterien ausgewählt. Der
Shiraz birst dann auch vor dunklen Zwetschken und Pfeffer, ist saftig, dicht
und lang; er ist kurz gesagt ein Ping-Pong aus Würze und Frucht, der eigentlich
jedes Barbecue begleiten sollte. Nebenbei krallte sich Saronsberg noch Silber
(ebenfalls ein Shiraz) und dreimal Bronze.
Völlig verdient (und eigentlich ein wenig unter Wert geschlagen) wurden den
beiden Weine von Constantia Glen
Silber umgehängt. Es hätte auch golden glänzen können. Der Sauvignon Blanc ist
jedenfalls ein kräutriges Meisterwerk, der zudem immer wieder mit präziser
Frucht aufwartet, und der Glen Five (eine meisterhafte Bordeaux-Cuvée), der
sich langsam zum großen Klassiker am Kap entwickelt.
Und auch die Idee, Creation
neu ins Programm genommen zu haben, scheint sich gelohnt zu haben. Auch hier
gab es Silber für die Syrah/Grenache Cuvèe, ein etwas anderer Wein, der die
Power des Syrah mit der Weichheit und Würze des Grenache perfekt zu verbinden
weiß und der sich über die nächsten Jahre vermutlich auch noch in Richtung Gold
entwickeln würde.
Damit Sie auch etwas von diesen fantastischen Weinen haben, schnüren wir
zur Abwechslung mal ein Saronsberg-Sieger-Paket. Darin finden sich je 2
Flaschen Provenance Shiraz und Shiraz und auch 2 Flaschen des großen Saronsberg
Sparkling Wine. Und zur Feier gibt es 5% darauf. Dies Aktion läuft bis zum 30.
Juni 2012, also rasch entscheiden und die Gelegenheit nutzen!
Ich freue mich auf deinen Besuch auf unserer Website -
und natürlich auf deine Bestellung.
Paul Seeberger
capewine - Weine aus Südafrika
Homepage: www.capewine.at
Email: office@capewine.at
Telefon: 0650 761 7288
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