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Tuesday, June 9, 2015

Wanderung zum „Woodstock Cave“



Sich an den Strand legen und sonnen, das geht in diesen herbstlichen Kapstadt-Tagen nur noch äußerst selten. Das ist aber kein Grund zu Hause zu bleiben. Es gibt viele Outdoor-Aktivitäten, die man hier auch bei etwas kälteren Temperaturen machen kann. Wandern steht hierbei auf der Beliebtheitsskala weit oben. Frische Luft, viel Bewegung, und dabei eine traumhafte Aussicht genießen - das geht in Kapstadt so gut wie in keiner andern Stadt auf der Welt.


 Die malerischen Berge von Kapstadt und Umgebung sind allgegenwärtig. Sie laden förmlich dazu ein, sie zu erklimmen und von oben den sagenhaften Ausblick zu genießen. Die wohl bekanntesten Wanderziele in Kapstadt sind der Tafelberg, der Lion‘s Head und auch der Devil’s Peak.

Eine echte Alternative zu den drei „großen“ Wanderungen, ist eine Tour zum Woodstock Cave. Der „Woodstock Käfig“ liegt etwa auf halber Höhe des t Devil’s Peaks. Wie bei allen Wanderungen in Kapstadt gibt es verschiedene Startpunkte von denen man das Ziel erreichen kann. Eine etwas länger aber dafür auch etwas gemütlichere Wanderung startet vom Parkplatz „Newlands Fire Base“.

Das ist die Strecke beginnt auf dem Parkplatz der "Newlands Fire Base"
Hier hat man genügend Parkmöglichkeiten und auch sonstiges Wege, die zu einem schönen Waldspaziergang einladen. Um von hier zum Woodstock Cave zu kommen, muss man erst das Kings’s Blockhouse ansteuern. Das Blockhouse wurde um 1800 von den Briten erbaut und diente wurde als Kommunikationszentrale zwischen der Table Bay und die False Bay genutzt.

Das King's Blockhouse
Der Weg zum Blockhouse geht anfangs Steil los. Höhenmeter machen, ist die Devise der ersten 30 Wander-Minuten. Es lohnt sich aber jeder Meter, denn die Aussicht über die Stadtteile von Kapstadt, der Blick aufs Meer und die Berge, ist schon nach kurzer Zeit der Wanderung sagenhaft.
Vom Blockouse dauert es noch ungefähr 45 - 60 Minuten zum Cave.
Wer keine Abkürzungen nimmt, ist bei strammem Fußmarsch nach etwa eineinhalb Stunden am Blockhouse und kann dort einen ersten kleinen Snack zu sich nehmen. Hinter dem Blockhouse geht der Weg zum Woodstock Cave weiter. Dieser verläuft bis auf die letzten hundert Meter ziemlich eben. Die letzte Passage zum „Käfig“ ist allerdings ziemlich steil und wartet gegen Ende auch ein bis zwei Kletterpassagen auf.

Im Woodstock Cave heißt es dann nur noch Luft anhalten und die Aussicht genießen: Meer, Hafen, Strand, Berge, die Weite Kapstadts. Hier sagt ein Blick mehr als 1000 Worte. Also, raus aus der Stadt und rein in die Berge. Es lohnt sich!

Von: Matthias Zahner




Thursday, May 7, 2015

Viele Wege führen auf den Tafelberg - der Smuts Track ist einer der schönsten



Alle Wege führen nach Rom - viele auf den Tafelberg. Wie viele genau, weiß wohl keiner - zwischen 500 und mehr als 900 variieren die Angaben im Netz. Als eine der schönsten Routen gilt der Smuts Track. Je nach Wandertempo dauert die Wanderung zwischen drei und fünf Stunden.

Ein Ort der Ruhe - der Botanische Garten in Kirstenbosch
Die Wanderroute könnte an keinem schöneren Ort, als im Botanischen Garten von Kirstenboch beginnen. Der Garten zählt zu den schönsten weltweit. Dort kann man vor der kräftezehrenden Wanderung  ordentlich Emergie auftanken. Außerdem empfiehlt es sich, die Eintrittskosten von 50 Rand voll auszunutzen. Je nachdem wie lange man im Botanischen Garten verbringen möchte - und hier kann man sich auch problemlos einen ganzen Tag aufhalten - muss man dementsprechend mehr Zeit eingeplanen.




Dieser Platz (Bild links) ist der Ausgangspunkt der Wanderung. Er befindet sich kurz nach dem oberen Eingang. Wer den unteren Eingang nimmt, muss einfach immer bergauf gehen und gelangt so auch an den Startpubkt der Wanderung. Der Smuts Track (nach dem einstigen Ministerpräsident von Südafrika Jan Smuts benannt) ist hier zum ersten Mal ausgeschildert.




Gleich zu Beginn geht der Weg gleich richtig steil los. Nach etwa zehn Minuten kommen die ersten Stufen. Und die gehen so richtig in die Oberschenkel - vor allem, wenn man nicht alle zehn Meter Pause macht, sondern in zügigem Gehtempo die unzähligen Stufen bewältigt.

Stufe um Stufe - das ist das Motto der ersten Stunde auf dem "Smuts Track"
Es ist steiler, als es aussieht - die Kletterpassagen haben es zum Teil in sich
Den kräfteraubenden Stufen folgen nach etwa einer Stunde kleinere Kletterpassagen, die eine willkommene Abwechlung vom blosen Stufenlaufen darstellen. Dennoch sollte man hier etwas Klettergeschick mitbringen, um den Gipfelsturm weiter fortsetzen zu können.


Der Indische Ozean, herrlich.
An heißen Tagen sollte man unbedingt genügend Wasser mitnehmen. Trotz, dass es die ersten eineinhalb Stunden nur durch den schattigen Wald geht, strengt die Wanderung ganz schön an. Für die Anstrengung entschädigt dann der erste Aussichtspunkt: Dieser Blick auf den Strand von Muizenberg und den Indischen Ozean ist es Wert, die vielen Stufen und Kletterpassagen hinter sich zu lassen (Bild).





Nachdem man den Wald verlassen hat, liegt der schwierigste Teil der Wanderung hinter einem. Ab hier hat man nahezu von jedem Punkt eine tolle Aussicht. Gut eine Stunde und etliche Höhenmeter später, ist man dann schließlich auf dem Tafelberg-Plateau.
Nach etwa 4,5 Kilometern und 1000 Höhenmeter hat man das Tafelberg-Plateau erreicht.

Was man zu Anfang auf diesem Plateau sieht, ist wirklich einmalig. Wenn man sich einmal um die eigene Achse dreht, sieht man den Altantischen und Indischen Ozean. Alleine wegen diesem 360-Grad-Blick lohnt sich, diese Route auf den Tafelberg zu nehmen (Video).

 

Nachdem das Plateau erreicht ist, gleicht die Wanderung eher einem gemütlichen Spaziergang. Noch ein, bis zwei Steigungen muss man meistern und dann ist die Bergbahnstation schließlich erreicht. Bevor es allerdings mit der Bergbahn (Tickets können an oben gekauft werden) wieder nach unter fährt, sollte man sich aber im Tafelberg-Restaurant eine Flasche Wein gönnen und gemütlich den Sonnenuntergang genießen. 
So in etwa sieht die "Smuts Track"-Route auf den Tafelberg aus


Von: Matthias Zahner