Monday, February 9, 2015

Auf der African Eagle Cape Peninsula Tour...



Nach drei Wochen Kapstadt hatte ich es immer noch nicht geschafft, dem Kap der guten Hoffnung und der Pinguinkolonie in Simon’s Town einen Besuch abzustatten, dabei hatten die possierlichen Tiere mich doch schon in Deutschland neugierig gemacht auf meinen Südafrika-Aufenthalt. Höchste Zeit also, mich mal auf eine Cape Peninsula-Tagestour zu begeben, um all die Attraktionen der Halbinsel an einem Tag abzuklappern. 
Gestern war es dann soweit, morgens um 8:20 Uhr wurde ich vor der Haustür meiner Unterkunft abgeholt. Ich hatte einen der üblichen, riesigen Touristenbusse erwartet und wurde das erste Mal posiitv überrascht. Die Tour fand in einem gemütlichen Mini-Van  statt und sogleich wurden mir auch meine "Mitreisenden" vorgestellt. Wir waren eine kleine Gruppe von 9 Leuten aus verschiedenen Ländern und mit völlig unterschiedlichen Backgrounds, wie ich später feststellte. Eine bunt-gemischte Truppe also. Trotz der frühen Uhrzeit an einem Sonntagmorgen war die Stimmung super und nachdem wir alle Gäste eingesammelt hatten, machten wir uns auch sogleich auf den Weg zum Kap der guten Hoffnung, entlang an der atemberaubenden Westküste des Western Cape. Unser Tourguide, Zain, erzählte uns während der Fahrt einige interessante Fakten über die Geschichte Kapstadts, die Apartheid und wilde Tiere wie die Baboons, eine Gattung der Paviane. 

Unser erster Stopp war dann ein Aussichtspunkt mit Panorama-Blick auf einen der schönsten und bekanntesten Strände Kapstadts, Camps Bay. Wir hatten genügend Zeit, einige Fotos zu schieβen, bevor es auch schon weiterging  auf den berühmten Chapmans Peak Drive, von wo aus man eine spektakuläre Aussicht auf die Bucht und den Hafen von Hout Bay hat. Vorbei an weiteren, Bilderbuch ähnlichen Stränden und einer Strauβenfarm erreichten wir gegen Mittag das Kap der guten Hoffnung, Teil des Table Mountain National Parks. Nachdem wir am offiziellen Schild ein paar Beweisfotos gemacht hatten, fuhren wir weiter zu einem Parkplatz, von wo aus man entweder eine Seilbahn hinauf zum Cape Point mit seinem Leuchtturm oder einen 15-minütigen Fuβweg wählen kann. Oben angekommen wird man fü r die eventuellen Strapazen mit einer atemberaubenden Aussicht auf Afrikas südwestlichsten Punkt belohnt, allerdings sollte man auf jeden Fall eine Jacke einpacken, denn der Wind bläst einem dort oben kräftig um die Ohren. Dank des kleinen Busses war ich relativ bald mit den anderen Gästen ins Gespräch gekommen und verbrachte so die gleichzeitige Mittagspause in bester Gesellschaft.

Nach dem ersten Highlight folgte sogleich das Zweite: die Pinguine in Simon’s Town, endlich! Nach 30-minütiger Fahrt, dieses Mal entlang der False Bay östlich des Kaps, erreichten wir Boulders Beach, die Heimat der auβergewöhnlichen Kolonie. Zum Zerreiβen gespannt zahlte ich die 60 Rand Eintritt und lief den liebevoll angelegten Holzpfad entlang zum Strand. Noch bevor ich dort ankam, begrüβten mich rechts und links die ersten Pinguine und am eigentlichen Strand tummelten sich dann Hunderte der possierlichen Tierchen. Es war schon recht gewöhnungsbedürftig, Pinguine an einem warmen Strand zu beobachten, aber sie waren so niedlich, dass ich das noch stundenlang hätte tun können und ich schoss gefühlte tausend Fotos von der unglaublichen Kulisse. Auf dem Rückweg zum Van überquerten wir dann noch einen öffentlichen Strand – und siehe da – auch hierhin hatten sich einige Pinguine verirrt, die ganz ungeniert mit den Einheimischen im Wasser plantschen. Für uns nicht nur eine weitere, kostenlose Gelegenheit Bilder zu schieβen, sondern es war ebenso sehr spannend, die Tiere auch abseits vom Touristenstrom erleben zu können.

Unser letzter Stopp, die Botanischen Gärten in Kirstenbosch, führte uns zunächst vorbei an den Traumstränden von Kalk Bay und Muizenberg und einer malerischen Weinlandschaft. Im Park selber fand an diesem Tag ein Konzert der Kirstenbosch Summer Sunset-Reihe statt, weshalb es etwas voll war, durch die Gröβe der Gärten verloren sich die Massen jedoch und man konnte dennoch ungestört durchs Grün spazieren. Zum Ausklang gönnte sich die Gruppe noch eine Flasche regionalen Wein im anliegenden Restaurant, bevor wir uns erschöpft, aber glücklich auf den Heimweg machten. Gegen 18 Uhr waren wir zurück in Kapstadt City und ich hatte nicht nur einen wundervollen Tag erlebt, sondern habe auch einige neue Bekanntschaften schlieβen dürfen.

Panorama von Camps Bay

Hout Bay

Chapmans Peak

Baboon Warnung

Baboon in Action

Baboon Family


Am Kap der guten Hoffnung

Cape Point

Cape Point

Boulders Beach

Pinguin-Kolonie

Pinguin-Kolonie

Seaforth Beach

Simon's Town

Winelands

Kirstenbosch Botanical Gardens

Tree Canopy Walk

Unser Tourguide von African Eagle Day Tours

Von Sandra Juette

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