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Monday, August 25, 2014

Spritztour auf dem Meer



Von: Kimberly Gepkens


Das Meer fasziniert dich immer wieder und du brauchst viel Action, wenn du unterwegs bist? Dann ist ein Jet Boat Trip mit Jet Boat von der V&A Waterfront genau das Richtige für dich. Mit viel Glück wird dieses Abenteuer durch bestimmte Highlights erst recht unvergesslich.

Ein schöner Tag, doch die Sonne knallt. Da ist eine Jet Boot Fahrt genau das Richtige, um eine kleine Abkühlung zu bekommen. Denn auf diesem Trip wird man auf jeden Fall nass gespritzt. Das macht nichts? Dann ab zur Waterfront und ins Abenteuer auf dem Meer. Du wirst es nicht bereuen.

Sicherheit ist das A und O

Jet Boat bietet täglich Touren an, deren Abfahrtszeiten immer variieren, je nach Wetterbedingung und Teilnehmeranzahl. Wegen letzterem bietet es sich an, einen Trip als Gruppe zu buchen. Ansonsten kann man vor Ort anfragen und seine Nummer hinterlassen, falls noch weitere Anfragen hinzukommen. Da muss man spontan sein. Bevor die Reise auf das Meer los geht, muss jeder Teilnehmer einen Zettel unterschreiben, dass man sich der Gefahr bewusst ist, an keinerlei körperlichen oder seelischen Erkrankungen leidet und sich darüber im Klaren ist, dass man sehr nass werden kann. Obwohl das zu viel gesagt ist, denn es werden höchstens die Füsse und Beine nass gespritzt.

Dann legen die Experten allen eine Rettungsweste an, die während des gesamten Trips getragen werden muss. Fertig eingekleidet, gehen alle zusammen runter an den Steg und bekommen die letzten Sicherheitsinformationen. Dazu gehört, wie man während der Fahrt stehen muss, richtig stehen, denn das Boot rast über die Wellen und das tut im sitzen ziemlich weh. Ausserdem wird jeder nochmal gefragt, ob Rückenprobleme vorliegen, Medikamente eingenommen werden, sonstige Beschwerden vorhanden sind und ob man schwanger ist. Gut, die Männer wahrscheinlich nicht, aber bei den Frauen könnte dies der Fall sein. Danach geht es auf das Boot, wobei die Experten beim Einstieg behilflich sind und aufpassen, dass niemand ins Wasser fällt. Dann geht es los!

Specials auf Hoher See

Die Fahrt beginnt ruhig, bis das Jet Boot aus dem Hafen raus gesteuert wurde. Dann wird draussen kräftig Gas gegeben. Der Wind weht um die Nase und das Adrenalin steigt. Mal wird Gas gegeben, dann kräftig abgebremst, dann liegt man auf der Seite und hat das Gefühl aus dem Boot zu fallen und dann wiederum fährt man ein paar Runden im Kreis und es wird einem ganz schwindelig. Doch es ist Spass pur.

Zum Spass und weil sie es können, steuern die erfahrenen Fahrer das Boot um andere Schiffe herum, um zu zeigen, wie schnell sie sind und was man mit dem Boot alles anstellen kann. Doch zwischendurch wird auch angehalten, damit die Gäste die Umgebung und die Weite des Meeres geniessen können. Mit dem Boot geht es ein gutes Stück hinaus auf das Meer, wo es mit viel Glück auch einiges zu sehen gibt.

Natürlich weiss man nie, was einem draussen auf der See so begegnet. Daher verspricht die Crew von Jet Boat auch nichts. Somit ist es umso schöner, wenn man eine tolle Begegnung erlebt. Bei meinem Trip kamen unzählige Delfine auf uns zu geschwommen, sind unter dem Boot durch getaucht und an uns vorbei gesprungen. Ein unglaublicher Moment, der, wer sich getraut hat diese mitzunehmen, mit der Kamera eingefangen werden kann. Ausserdem haben wir Robben gesehen und aus der Entfernung einen Wal. Man sollte dies nicht erwarten, doch falls sich Tiere zeigen, dann versucht die Crew auch möglichst nahe mit dem Boot an diese heran zu fahren, um dir etwas zu bieten.

Zurück ans Ufer

Eine Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Die Crew holt das Beste aus dem Trip raus und versucht den Teilnehmern ein unglaubliches Abenteuer zu bieten. Einmal steuern sie zum Beispiel mit voller Geschwindigkeit auf das Ufer zu, reissen im letzten Moment das Steuer herum und verursachen einen unglaublichen Adrenalinschub. Zurück im Hafen wird es wieder ruhiger. Am Steg hilft die Crew dabei, dass alle trocken aus dem Boot kommen und erkundigt sich nach dem Gesundheitszustand. Ein Trip lohnt sich auf jeden Fall.

Auch Kinder dürfen hier mitfahren und eine tolle Zeit erleben. 30 Minuten kosten etwa 23 Euro.

Weiter Informationen gibt es unter http://www.jetboat.mobi/ .


Tuesday, August 19, 2014

Fluch der Waterfront



Von: Kimberly Gepkens

Du wolltest schon immer Teil einer Piratencrew sein, auf das grosse Meer hinaus segeln und dabei Angst und Schrecken verbreiten? Dann solltest du unbedingt an Bord des Jolly Roger Pirate Boats kommen. Eine abenteuerliche Reise mit Action, Spass und einer tollen Crew.

Das Jolly Roger Piratenschiff segelt täglich von der V&A Waterfront aus dem Hafen und lebt den Ruf des einzigwahren Piratenschiffs in ganz Südafrika. Schon von weitem sieht man das Schiff zwischen den anderen hervorstechen. Die Piratenfahne, natürlich klassisch mit Piratenkopf, weht im Wind und lässt die Vorfreude steigen. Die Fahrt führt vorbei am Cape Town Stadium, an Green Point, Sea Point und dem ältesten Leuchtturm Südafrikas, dem Green Point Lighthouse. Der Tafelberg und Lion’s Head machen die Aussicht perfekt.

Paparazzi über Bord

Auf dem Steg, der vom Hafen zum Boot führt, steht eine Kanone, auf der sich die Abenteuerlustigen platzieren dürfen und ein Foto gemacht wird. Nachdem sich jeder in Pose geworfen hat, geht es endlich auf das Piratenboot. Dieses bietet genügend Platz für alle Neupiraten. Sobald alle an Bord gegangen sind, wird die Kanone eingefahren und das Schiff setzt sich in Bewegung, hinaus auf das grosse Meer. Im Hafen werden die Menschen auf den anderen Booten in berühmter Piratenmanier angepöbelt, dass sie sich auf dem falschen Schiff befinden würden und besser aufpassen sollten. Dann beginnt das 
Abenteuer.

Auf dem Schiff gibt es Piraten, die während der gesamten Tour eine Show veranstalten und die Anwesenden mit einbeziehen. Einer der Piraten klettert das Segel hoch und hält Ausschau nach gegnerischen Schiffen und Gefahren. Natürlich holen die Gäste ihre Kameras heraus, um diesen Moment festzuhalten. Das scheinen Piraten nicht zu mögen. Seine Reaktion: Alle Paparazzi über Bord! Zwischendurch klettert er auch an der Schiffsaussenseite herum und schwebt knapp über dem Wasser. Eine sehr beeindruckende Performance vor allem für die kleinen Piraten.

Action, Spass und mehr
 
Ein waschechter Pirat wird man erst mit Totenkopf, Anker oder Schnurrbart. Das weiss auch die Crew und deshalb kann jeder der möchte, angemalt werden. Natürlich darf jeder selbst das Motiv auswählen und die Stelle, wo es hin soll. Zwischendurch werden ein paar Geschichten erzählt, um alle bei Laune zu halten, was bei der atemberaubenden Aussicht gar nicht nötig wäre.

Auf dem Rückweg beginnt dann die richtige Piratenshow mit Schwertkampf, Rum (kein richtiger Alkohol) und Raufereien. Wie man die Piraten eben kennt. Sie erzählen die Geschichte von Piraten, die endlich wieder Land betreten wollen und Ausschau danach halten. Um die Zeit an Bord so angenehm wie möglich zu machen, trinken sie viel Rum. Wenn man betrunken ist, dann kommt es auch schneller zum Streit, daher bekämpfen sie sich zwischendurch mit ihren Schwertern. Die Neupiraten kommen natürlich nicht einfach davon. Eine von ihnen wird auserwählt, um den obersten Piraten zu lieben und ehelichen. Da gibt es auch keine Möglichkeit nein zu sagen, da die Auserwählte an einen Mast gebunden wird. Doch nicht zu viel vorab verraten. Wie die Geschichte ausgeht, musst du schon selbst an Bord herausfinden.

 









Deine persönliche Piratenerfahrung

Da das Piratenschiff etwas Besonderes ist, gibt es auch besondere Veranstaltungen. Kinder können hier ihren Geburtstag feiern und an Neujahr, Valentinstag und anderen Festtagen gibt es einzigartige Schiffsfahrten. Die Fahrten finden immer um 11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr statt. Man sollte etwa eine halbe Stunde vorher in der Nähe des Schiffs sein, damit man seinen persönlichen Piratentrip auch nicht verpasst.
Mehr Informationen gibt es unter: http://www.pirateboat.co.za/





Tuesday, July 29, 2014

An Bord eines Sklavenschiffs



 Von: Kimberly Gepkens

Die Geschichte Südafrikas ist manchmal echt kompliziert. Doch es geht immer noch komplexer. Das Slave Lodge Museum ist eines der ältesten Gebäude Kapstadts. 1679 erbaut, diente es als Sklavenunterkunft und 1811 wurde es dann zum Regierungsgebäude um entwickelt. Später befand sich ein altes Kammergericht in diesem Gebäude, bevor es dann zum Museum „Slave Lodge“ ernannt wurde.

Südafrika legt viel Wert auf seine Geschichte und in Kapstadt finden sich viele Museen zur eigenen Historie. Dazu gehört auch die Zeit, in der es ganz normal war, Sklaven zu halten und diese zu misshandeln. Rechte? So etwas gab es nicht für sie. Heute ist das für viele unverständlich, warum Menschen andere Menschen so behandelt haben. Die Slave Lodge bietet eine tolle Location, um die Geschehnisse zu verstehen und nachzuempfinden.

„From human wrongs to human rights” – Unter diesem Motto steht die gesamte Ausstellung. Dieser Slogan trifft es besonders gut. Denn dadurch, dass die Menschen so schlecht behandelt wurden, musste etwas getan werden. Deshalb gibt es heute Menschenrechte und vor allem Menschen, die für diese Rechte kämpfen und sich für sie einsetzen. Noch heute lernen wir aus der Vergangenheit und daraus eine bessere Zukunft zu gestalten.

Das zeigt sich schon direkt zu Beginn der Ausstellung. Dort gibt es einen kleinen Filmraum, der alle 20 Minuten eine Dokumentation zeigt, in der die Geschichte der Sklaven wiedergegeben wird. Diese dauert etwa 15 Minuten und sollte unbedingt angeschaut werden. Denn noch verständlicher kann die Geschichte kaum erklärt werden. Der Film endet mit einem Satz, über den alle einmal nachdenken sollten: „We are because of them!“.

An den Wänden finden sich Informationen zur Entwicklung der Sklavengeschichte, historische Ereignisse, wie den Aufstand von Sklaven auf einem Schiff, und allgemeine Informationen zur VOC (Dutch East India Company), die eine der Hauptrollen bei der Verschiffung von Sklaven spielte. In einem abgedunkelten Raum wird vom Tagesablauf der Sklaven erzählt. Dabei leuchten Bilder an der Wand auf, die das Ganze noch viel anschaulicher machen. 

Ein absolutes Highlight ist der nachgebaute Innenraum eines Sklavenschiffs. Dort kann man hinein gehen und hört die Wünsche und Gebete einer Sklavin. Es ist auf der einen Seite ziemlich unheimlich, aber es vermittelt einem das Gefühl, man könnte die Situation richtig miterleben. Damit die Wirkung nicht verfehlt wird, sollte man die Augen schließen und sich auf die Umgebung einlassen. Es ist als wäre man im inneren eines Schiffs auf hoher See. 

Auch sehr interessant ist ein Raum, der Bilder von Männern und Frauen zeigt, an denen kreisförmig, wie zwei aneinandergrenzende Fächer, weiße Zettel hängen. Im ersten Moment wirkt das ein wenig komisch, doch geht man näher heran, steht auf den Zetteln etwas ganz klein geschrieben. Es sind die Schicksale von Sklaven, die sich gegen ihre Herren gewehrt haben oder weglaufen wollten und daraufhin bestraft wurden. Man kann dort ganz genau nachlesen, welche Strafe sie erleiden mussten, wie zum Beispiel das Brechen jedes einzelnen Knochens oder sie wurden über mehrere Tage und Wochen an den Armen irgendwo auf gehängt. 

Im Obergeschoss befinden sich dann noch weitere Ausstellungen, die aber nichts mehr mit der Geschichte der Sklaven im Allgemeinen zu tun haben. Es gibt einen Silber- und Goldraum, der Gegenstände aus verschiedenen Kulturen darstellt. Also was sie aus Silber oder Gold herstellen und auch die Entwicklung vom ersten Silber/ Gold bis heute. Das Gleiche gibt es noch mit einem Keramik-, Waffen- und Kleiderraum. Sie geben alle die Entwicklung und Geschichte dieser Gegenstände wieder und nehmen den Besucher mit auf eine Reise in die Vergangenheit und wieder zurück.

Für Besucher die sehr an der Geschichte Südafrikas interessiert sind, ist es ein perfektes Museum. Doch auch für diejenigen, die allgemein ihr Wissen erweitern wollen, lohnt sich der Besuch in der „Slave Lodge“.